Tee aus Japan
Ständig werden wir gefragt ob man Tee aus Japan überhaupt noch verzehren kann – oder man doch lieber auf Tees aus China japanischer Art umsteigen soll. Auch wir fragen natürlich bei unseren Lieferanten nach, haben den “japanischen Tee aus China” auch schon verkostet waren jedoch spätestens beim 2. Aufguß sehr entäuscht davon. Das Preis-/Leistungsverhältnis scheint hier noch nicht ganz zu stimmen. Zur Zeit haben wir bzw. unsere Vorlieferanten noch genügend unbedenklichen Tee aus 2010 vorrrätig, so dass man noch nicht unbedingt umstellen muss.
Einer unserer Hauptlieferanten die Firma Gebr. Wollenhaupt hat zu diesem Thema jetzt informiert und dies geben wir in Auszügen gerne weiter, da wir sicherlich diese Linie zukünftig einschlagen werden.
“Grüntee aus Japan steht bei Verbrauchern seit vielen Jahren hoch im Kurs – zu Recht: Die Tees verbinden höchste Grüntee-Qualität mit besonderem Genuss. Das gilt auch weiterhin! So sehr die Reaktorkatastrophe von Fukushima auch das Land und die Menschen getroffen hat, die Teequalität ist nach wie vor einwandfrei. Es sind alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, damit Sie Ihren Kunden auch in Zukunft guten Gewissens japanische Grüntees empfehlen können.
Ein wesentlicher Grund für den unbeschwerten Genuss ist die Lage der Anbaugebiete. Tee, der von Gebrüder Wollenhaupt importiert wird, stammt ausschließlich aus Anbaugebieten, die mehr als 1.100 Kilometer von Fukushima entfernt liegen. Entsprechend zeigten mehrere Analysen von Bodenproben und getrockneten Teeblättern keinerlei radioaktive Belastungen.
Dafür, dass keine kontaminierten Tees nach Deutschland importiert werden, sorgen strikte Sicherheitskontrollen: Im ersten Schritt müssen die japanischen Behörden die Produkte vor jeder Ausfuhr freigeben. Im Hamburger Hafen oder am Frankfurter Flughafen kontrollieren die Zollbehörden anschließend stichprobenartig die gelieferte Ware. Und zum Schluss erfolgt nach dem Eintreffen der Ware bei Gebrüder Wollenhaupt eine Untersuchung auf Radioaktivität.
Durch die mehrfachen Prüfungen auf Radioaktivität ist höchste Sicherheit gewährleistet. Einkaufsleiter Marco Sinram resümiert: „Wir stehen zu Japan und sind überzeugt von der Premiumqualität. Deshalb bieten wir auch künftig ein ausgewähltes Sortiment an japanischen Biotees an.“ Hierzu gehören unter anderem die Neuheiten Shincha Wakana und Yame Gyokuro, die vor Ort hermetisch verpackt werden und frischeversiegelt beim Verbraucher ankommen.”
Ein besonderes Genusserlebnis ist zudem der grüne Matcha – diesem hatten wir einen eigenen Beitrag gewidmet, der auch heute noch aktuell ist.
Aromen – Schätze, die seit Jahrhunderten die Sinne berühren
Oft weden wir in unserem Ladengeschäft nach Aromatisierung und Aromen gefragt, hierzu hatten wir in unserer Teezeitung 12/2011 einen interessanten Beitrag den es zu lesen lohnt:
Die Kunst, Tees mit Aromen zu verfeinern, hat eine lange Tradition. Bereits vor über 1.000 Jahren wurden zum Beispiel in China Jasminoder Rosenblüten zur Aromatisierung verwendet, in Indien waren und sind es Gewürze wie Ingwer und Pfeffer, im Orient Minze oder Safran. Spätestens mit der Einführung des Earl Grey Tees vor rund 180 Jahren erfreuen sich aromatisierte Tees auch bei uns großer Beliebtheit.
Nahezu alle Tees können mit Aromen veredelt werden – sei es, um den Geschmack abzurunden, zu erweitern oder zu harmonisieren. Dazu werden den Tees z.B. ätherische Öle oder Pfl anzenextrakte beigegeben. Häufig werden auch Blüten, Früchte und Gewürze verwendet, um feinste Geschmacks- und Aromanuancen „herauszukitzeln“. Von der Aromenvielfalt, die uns heute zur Verfügung steht, konnte man früher nur träumen, denn die Verwendung natürlicher und naturidentischer Aromen bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten.
Natürliche Aromen werden durch Auspressen, Zerkleinern, Mahlen oder Destillieren von Blüten oder Früchten gewonnen. Naturidentische Aromen sind in ihren Geschmackseigenschaften nicht von ihren natürlichen Verwandten zu unterscheiden, bieten allerdings einen besonderen Vorteil: Die Herstellung schont Ressourcen. Auf die Verwendung und den Transport knapper Rohstoffe kann bei ihnen verzichtet werden.
Für Teetrinker bedeutet die Erweiterung des Aromenspektrums vor allem eines: im Mix mit Früchten, Kräutern und anderen Zutaten immer wieder neue, innovative Kreationen, die zu köstlichgenussvollen Entdeckungen einladen. Wer gänzlich auf zugefügte Aromen verzichten will, hat auch die Möglichkeit, zu Tees zu greifen, die ihre wunderbare Geschmacksfülle allein den darin enthaltenen natürlichen Zutaten wie Trockenfrüchte, Kräuter oder Blüten verdanken. Zu einer Tee-Entdeckungsreise
in die wunderbare Welt der Geschmacks- und Aromenvielfalt sind Sie uns jederzeit herzlich willkommen!
Matcha Tee – die Königin der Grüntees
Matcha ist der hochwertigste Tee und die älteste Teesorte Japans, die Königin unter den Grüntees.
Seit über 800 Jahren wird Matcha von Zen-buddhistischen Mönchen zur Meditation verwendet. Die Teeblätter, die zur Matcha-Produktion verwendet werden, heißen „Tencha“. In Granitsteinmühlen vermahlen, entsteht ein feines, jade-grünes Pulver, das mit Wasser übergossen und einem Bambusbesen aufgeschlagen wird. Das Ergebnis: ein einzigartiger, cremiger, gehaltvoller und wunderschöner Grüntee.
Tatsächlich kann nur eine kleine Elite unter den Teebauern Japans Matcha Tee herstellen. Die Produktion ist die aufwändigste in der Welt der Tees. Die Teepflanzen wachsen nur in besonderen Schattenteeplantagen. Vier Wochen vor der Ernte werden die Matcha-Plantagen mit dunklen Netzen eingehaust. Diese spezielle Überschattungstechnik reduziert das Sonnenlicht, das zu den Pflanzen gelangt, um 90%. Fast im Dunkeln, kompensiert die Teepflanze den Verlust der Sonnenstrahlen mit einer besonders intensiven Produktion von Chlorophyll, das Blatt wird reich an Aminosäuren und gibt später einen zarten, süßlichen Geschmack. Die Blätter, die traditionell von Hand geerntet werden, werden durch verschiedene Maschinen geleitet, Stängel und Äderchen entfernt, solange, bis nur noch das reine, grüne „Blattfleisch“ übrig bleibt. Schließlich wird der Tee zu einer einheitlichen Form zurechtgeschnitten: so entsteht Tencha Tee.
Tencha Tee wird anschließend in handgefertigten Granitsteinmühlen zu einem ultrafeinen Pulver gemahlen. Das Mahlen findet in einem Reinraum statt, wo Temperatur und Feuchtigkeit immer konstant bleiben. Eine Steinmühle mahlt in einer Stunde lediglich 30-40g Tee. Der fertige Matcha wird anschließend per Hand in luftdicht versiegelte Dosen gefüllt und findet dann seinen Weg nach Europa – meist per Luftfracht.
So wie alle Teesorten weltweit, gibt es auch bei Matcha unterschiedliche Qualitätsstufen. Die Qualität des Matcha Tees hängt von der Qualität des Ausgangsproduktes, des Tencha-Tees ab. Je nach Anbauregion, Lage und Höhe (Ebene, Bergregion, Hügelland), Spezialisierung der Teebauern und Sorte der Teepflanze erzielt man unterschiedliche Güteklassen von Tencha-Tee
Es gibt drei Hauptkriterien zu Unterscheidung der Qualitäten, wobei es generell zu beachten gilt, dass echter Matcha immer aus Tencha hergestellt wird.
Aroma: Matcha ist süß, cremig, sanft und mit nur einem leichten Hauch von Herbe versehen. Die Süße stammt von der hohen Konzentrationen der Aminosäuren, insbesondere von L-Theanin und Pflanzenfasern. Besonders deutlich wird die Matcha-Qualität im Vergleich zu billigen Imitaten: Einfaches Grünteepulver enthält kaum Aminosäuren, dafür steht der herbe Geschmack stark im Vordergrund, was zu einem unangenehmen, intensiv bitteren Geschmack führt.
Aussehen: Matcha hat eine leuchtende, jadegrüne Farbe. Grüntee-Pulver ist gelb-braun. Der Grund für diese Unterschiede ist auch hier das Ausgangsmaterial, der aufwendig produzierte Tencha.
Inhaltsstoffe: Matcha Tee hat nicht nur einen hohen Anteil an der Aminosäure L-Theanin, sondern ebenfalls an Koffein. Bis zu 0,34g finden sich in 10g Matcha. Die Kombination der beiden Substanzen sorgt dafür, dass der Körper einen Energiekick bekommt, der 3-6 Stunden anhält, die unangenehmen Folgen des Kaffee-Koffeins allerdings ausbleiben.
Einfache Kopien wie Grüntee-Pulver haben kaum nachvollziehbare Effekte und verfügen nicht über das reiche Profil an Inhaltsstoffen wie das Original.
Sich einen traditionellen Matcha selbst zuzubereiten, ist einfach, wenn man einige wenige Schritte beachtet:
* Frisches, möglichst weiches Wasser kochen
* Das Wasser auf rund 80°C abkühlen lassen
(z.B. Wasserkocher öffnen, 10 min. warten oder das Wasser zwei Mal in ein anderes (kaltes!) Gefäß umfüllen – bei jedem Umfüllen verliert Wasser ca. 10° C)
* 1 g Matcha (2 Bambuslöffel oder ½ Teelöffel) in eine Matcha Schale geben
* Mit ca. 80 ml Wasser (80°C) aufgießen
* Den Tee mit einem Matcha-Besen schaumig schlagen. Dies dauert ca. 15 Sekunden.
Mittlerweile wird Matcha nicht nur als Tee zelebriert. Das Teepulver findet ebenso Einzug in die Lebensmittelindustrie – und auch in die Kosmetik. Die hochwertigen Inhaltsstoffe – Matcha enthält viele Antioxidantien – sorgen dafür, dass der Matcha-Boom seinen Weg aus Japan nach Europa findet. Denn, ob von innen oder außen, gesund ist immer gut.
Hello world!
Welcome to WordPress. This is your first post. Edit or delete it, then start blogging!
